ewald hotz - object art, ceramic art

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made in china

Anlässlich der Thematik (gesternMONTFORTheute) stellte ich mir die Frage, wie wird „Montfort“ vermarktet, findet man Souvenirs, glänzend goldene Billigprodukte, die einen „Souvenirwert“ haben, also ans Herz rühren, an die Erinnerung an einem bestimmten Ort gewesen zu sein, ein positives Gefühl damit zu verbinden. Der Einheimische würde sich wohl selten Souvenirs seines eigenen Dorfes, seiner eigenen Stadt kaufen, Postkartenmotive, kitschige Aufkleber mit Wappen und Schriftzügen etc. Es geht also um ein subjektives Gefühl der Erinnerung an den Ort, an eine „schöne“ Zeit, die man verbracht hat (Herz), ein Stück des Ortes mit nach Hause zu nehmen. Der Schriftzug „made in china“ stiftet im Gegensatz dazu Verwirrung und Klarheit zugleich. In unserem Kulturkreis nehmen wir „made in china“ als Massenproduktion, Billigware, Plagiate, Billigindustrie, Marktüberschwemmung, Produktpiraterie im negativsten sogar Billigspielzeug mit gesundheitsschädigenden Materialien wahr. Andererseits hat China riesige Kulturerrungenschaften hervorgebracht, die nach Europa gebracht und genutzt wurden und immer noch werden. Man könnte also auch von klischeehaften Denkweisen reden, einer gewissen Ambivalenz, wie wir den Begriff „made in china“ spontan deuten würden.

Installation:     ca. 100cm
Material:         Keramik,Engobe,  Goldlack